Jahrgang 2021
Portugal - Alentejo
Der Wein besitzt eine wunderschöne goldene Farbe und ein intensives, tiefgründiges Aroma, in dem Noten von kandierter Orangenschale hervortreten – begleitet von floralen Akzenten und einer Nuance feuchter Erde, die auf die Botrytis zurückzuführen ist. Am Gaumen präsentiert er sich dicht und schmelzig, komplex und elegant, wunderbar harmonisiert durch eine zitrusfrische Säure, die die Süße ausbalanciert. Der Abgang ist sehr lang und anhaltend.
Bei 10°C servieren.
Die Rebsorte Semillon bildet das Fundament der weltweit edelsten Weine mit Edelfäule. Auf der Herdade da Mingorra wurde sie im Jahr 2008 auf einer 2,5 Hektar großen Parzelle mit Schieferboden angepflanzt. Im Jahr 2011 wurde der Pilz *Botrytis cinerea* eingeimpft – mit dem Ziel, die begehrte Edelfäule zu erzielen; seither entwickelt sie sich auf dieser Semillon-Parzelle auf natürliche Weise. Für den Jahrgang 2021 konnten die Trauben bis Mitte Oktober ausreifen und anschließend wurden behutsam jene Beeren geerntet, die durch die *Botrytis* eingetrocknet waren. Das Ergebnis ist ein intensiver, tiefgründiger und eleganter Spätlesewein von unvergleichlicher Einzigartigkeit. Jede Flasche dieses Weins verkörpert den Reichtum des Landes der Rebhühner.
Rebsorten: Sémillon
WEINBEREITUNG: Die Gärung beginnt in Edelstahltanks bei einer gesteuerten Temperatur von 17°C, gefolgt von der vollständigen Gärung in französischen Eichenfässern über 12 Monate.
Önologe: Pedro Hipólito
Analyse: Alkohol 13% vol. - Gesamtsäure 4,5 g/l - pH-Wert 3,62
Enthält Sulfite
Das Weinbaujahr 2021 war von Ausgeglichenheit geprägt. Der Winter verlief größtenteils mild, brachte jedoch Ende Januar und im gesamten Februar unerwartet späte Kälteeinbrüche sowie intensive Niederschläge mit sich, was in der frühen Phase des vegetativen Zyklus der Reben für eine gute Bodenfeuchtigkeit sorgte. Der warme Frühling begünstigte einen frühen Knospenaustrieb und förderte zugleich eine kräftige Wuchskraft im Weinberg. Der Sommer gestaltete sich mild und blieb von übermäßigen Hitzewellen verschont; dies führte zu einer schrittweisen und gleichmäßigen Reifung, durch die eine hervorragende Säurebalance in den Trauben bewahrt blieb. Es war eines jener Jahre, in denen die Natur den Menschen im Weinberg und im Keller zur Seite stand und so maßgeblich zur außergewöhnlichen Qualität der Weine dieses Jahrgangs beitrug.