Castello Poggiarello
Castello Poggiarello liegt am Fuße der Seneser Montagnola. Die ersten Spuren und Dokumente, die sich auf die Burg beziehen, stammen aus dem Jahr 1100 n. Chr. Damals waren nur der zinnenbewehrte Turm mit pyramidenförmigem Sockel und Bogenfenstern sichtbar, und das Bauwerk diente der militärischen Kontrolle des Gebiets südwestlich der Republik Siena.
Im 17. Jahrhundert ging das Anwesen in den Besitz der Familie Chigi über und wurde zu einer befestigten Adelsresidenz umgebaut. Eine Kapelle wurde errichtet, die ein herausragendes Beispiel der Renaissancearchitektur darstellt und Baldassarre Peruzzi zugeschrieben wird. Die Kapelle wurde 1678 dem Heiligen Augustinus zu Ehren von Prinz Augustinus Chigi, der sie in Auftrag gegeben hatte, geweiht.
Derselbe Fürst Augustinus gliederte das große Gut in kleinere, miteinander verbundene Höfe unter der Kontrolle der Familie. Seine Nachfolger passten die Anlage den jeweiligen Lebensbedingungen an: Sie bewahrten die befestigten Anlagen und überdachten die Wehrtürme. Für die Arbeiter wurden zusätzliche Bauernhäuser errichtet, und gleichzeitig entwickelten sich Weinbau und Olivenölproduktion zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnissen des Gutes.
Das 12 Hektar große Anwesen mit seinen Wäldern wurde nun zu einem kleinen Bio-Bauernhof umgestaltet:
8 Hektar Weinberge, 2 Hektar Olivenhaine und 2 Hektar Wald.
Der rote Boden der Weinberge ist reich an Eisen und Kalziumkarbonat (eine Mischung aus Sand, Schluff und Ton).